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Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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Was könne Sie selbst tun, damit Sie optimal vom Screening profitieren?
 

Das vorgesehene Screening ist in jedem Fall besser als Nichtstun. Teilnehmen ist insofern unschädlich.
Nur - Verlassen Sie sich keinesfalls darauf!

Fragen Sie nach der Qualifikation dessen, der Ihre Aufnahme machen will (Diese Frage ist in Deutschland grundsätzlich vor jeder Röntgenaufnahme empfehlenswert.).

Nehmen Sie in jedem Fall - ob Sie im Mammographiealter nach deutschen Richtlinien sind oder nicht - eine Abtastuntersuchung beim Frauenarzt wahr.
(Für Frauen von 40-49 Jahren und die über 70: Fahren Sie zur weiteren Vorsorge in die USA oder suchen Sie einen deutschen Arzt, der sich von der staatlichen Gängelei noch nicht den Mund verbieten lässt.)

Lassen Sie sich dabei die Technik der Selbstuntersuchung zeigen

Seien Sie in jedem Fall mit sich selbst ehrlich. Beschwerden oder Änderungen an der Brust, die Sie beobachtet haben, sollten Sie in keinem Fall verheimlichen. Sonst könnte eine Untersuchung trügerische Sicherheit geben und gefährlich sein. Mancher Tumor  wird nur wegen Beschwerden entdeckt.

Verwechseln Sie also nicht das Screening für gesunde bzw. beschwerdefreie Frauen mit einer Untersuchung bei Beschwerden.

Verwechseln Sie auch nicht das Screening mit einer optimalen Individualvorsorge. Die Screeningteilnahme kann aber mit den folgenden Tipps zu einer solchen optimierten Individual-vorsorge weitergenutzt werden.

Aber: Das Folgende eignet sich nur für Kämpfernaturen, eine Kostenerstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen dürfte aussichtslos sein.

Unterschreiben Sie in keinem Fall irgendeine Verzichterklärung vor, während oder nach dem Screening, zum Beispiel:
  • Wenn Sie aufgefordert werden, auf Ihr Recht an den Bilderergebnissen nach Röntgenverordnung zu verzichten.
  • Wenn Sie aufgefordert werden, anschließend auf Ihre freie Arztwahl zur weiteren Behandlung - wenn erforderlich - zu verzichten.
Lassen Sie sich Ihre Bilder leihweise aushändigen, wenn Sie beim Screening waren und nach einigen Tagen einen Bescheid bekommen, dass alles o.k. war.
 
Gehen Sie mit diesen Bildern zu einem Arzt Ihrer Wahl und Ihres Vertrauens (fachkundiger Frauenarzt oder Radiologe), bitten ihn, sich die Bilder nochmals anzuschauen:
Bringen Sie einen Bericht von der Vorsorgetastuntersuchung mit oder bitten Sie, dass Sie nochmals abgetastet werden, wenn erforderlich.
Fragen Sie gezielt:
  • Ist das für mich ausreichend?
  • Bin ich ein Risikofall? Muss ich mehr tun?
  • Bin ich ein Mammographietyp oder ein Mammographie- und Ultraschall-Typ?
  • Wann und wie soll ich mich kontrollieren lassen?

Seien  Sie dabei kritisch gegenüber Ärzten, die selbst am Screening beteiligt sind, wegen der Gefahr der Voreingenommenheit.

Hilfe und Infos erhalten Sie z.B. bei Professor Barth/Esslingen.

Es gibt Frauen, die seit einiger Zeit eine Veränderung bei ihrem betreuenden Arzt spüren:

Ärzte, die wegen einer Knotenbrust oder Schmerzen (Mastopathie), wegen einer Hormontherapie oder wegen eines familiären Risikos ihre Patientinnen bisher regelmäßig zur Mammographie-Überwachung geschickt haben, weigern sich plötzlich, dies weiterhin zu tun, "weil ja jetzt das alles durch das Screening ersetzt wird".
Wenn Sie eine solche Reaktion bei Ihrem Arzt erleben oder erlebt haben, sollten Sie sich fragen, ob Sie gut beraten sind!

Wenn Sie sonst keine Hilfe oder Unterstützung finden:

In Frankreich gibt es ein Screening-System, in dem vorbildlich Tastuntersuchung, Mammographie und erforderlichenfalls Ultraschall zusammengefasst sind. Bei jedem französischen Radiologen, der am Screening-Projekt teilnimmt, sind Sie bestens aufgehoben.

Und was geschieht, wenn etwas übersehen wird?