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Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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<Welche Vorsorge gibt es jetzt schon
 

>Was kommt mit dem Screening
 

Eine ganz besondere Situation liegt bei familiärem Brustkrebs vor, also genetisch erhöhtem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Diese Konstellation ist erfreulicherweise nicht häufig. Die Betroffenen müssen aber besonders intensiv überwacht werden. Dieser Tumor  trifft oft  junge Frauen. Die folgende Tabellen soll eine kleine Hilfe sein,  zu prüfen, ob ein Fachzentrum oder ein erfahrener Arzt kontaktiert werden sollte:
 

Hinweise auf das Vorliegen von Familiärem Brustkrebs

  • Mindestens zwei Frauen der Familie (z.B. Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit Brust- oder Eierstockskrebs, wobei mindestens eine Frau zum Zeitpunkt der Erkrankung unter 50 Jahre alt gewesen ist.
  • Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit einseitigem Brustkrebs, wobei die Erkrankung im Alter von 30 Jahren oder früher aufgetreten ist.

  • Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit beidseitigem Brustkrebs, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.

  •  Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit Eierstockkrebs, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.

  •  Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt), bei der Brust- und Eierstockkrebs aufgetreten sind.

  • Ein männlicher Verwandter mit Brustkrebs.

Auch wenn einer der Punkte zutrifft, ist noch nicht bewiesen, dass eine familiäre Belastung vorliegt. Meist wird eine Reihe weiterer Tests empfohlen.
Eine Liste der Beratungs- und Behandlungszentren finden Sie hier.

Wenn eine familiäre Risikosituation festgestellt wurde, wird sich die Überwachung nicht nach dem allgemeinen Screening richten, sondern den folgenden Empfehlungen des entsprechenden Konsortium der Deutschen Krebshilfe folgen:
 

Vorsorgeempfehlungen
bei familiärem brustkrebs

Alter

Untersuchung Häufigkeit

ab dem 25. Lebensjahr
(bzw. 5 Jahre vor dem frühesten
Erkrankungsalter in der Familie)

Selbstuntersuchung
der Brust

monatlich

Tastuntersuchung
durch Frauenarzt

halbjährlich

Brustultraschall

halbjährlich

ab dem 30. Lebensjahr
(oder ab dem 35. Lebensjahr,
abhängig von der Brustdrüsendichte)

Mammographie jährlich

ab dem 40. Lebensjahr

eventuell
Brustultraschall
jährlich
Mammographie in
2 Ebenen
jährlich

zwischen dem 25. und 50.
Lebensjahr bei Mitgliedern von
Hochrisikofamilien oder bei
unklaren Ultraschall- und Mammographie-
Befunden

Kernspin-
mammographie**

jährlich

Empfehlungen vom Konsortium für das Hereditäre Mamma- und Ovarial-Karzinom der Deutschen Krebshilfe
Quelle:
Familiärer Brust- und Eierstockskrebs - Ausführliche Informationen
Hrsg.von der Deutschen Krebshilfe, Bonn 4/2003
** trotz solcher Empfehlungen wird eine Kernspinmammographie von den deutschen Gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Risikovorsorge nicht bezahlt
  - Ausnahmen nur im Rahmen der Kulanz !

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