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Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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Leistung der Mammographie
Vorteile und Grenzen - oder
Warum
ca. 10% der Tumoren übersehen werden

Beispiele normaler Mammographiebilder:
(Die Bilder zeigen jeweils eine Brust in der Ansicht von oben.)

Dies ist eine Brust, die auf dem Bild sehr dunkel erscheint. Das dunkle Gewebe entspricht Fett. Solche "dunklen" Mammographien sind für die Auswertung günstig, man erkennt krankhafte Veränderungen  sehr gut.

Diese Brust zeigt viele helle Flecken. Dies ist normales Drüsengewebe.

Ein weiteres Beispiel mit noch mehr Drüsengewebe.  Man kann die einzelnen hellen Drüsengewebsareale schlecht voneinander unterscheiden. das Bild ist auch für den Fachmann unübersichtlich und schwer beurteilbar.

Schließlich das Beispiel einer Brust, die  fast nur aus Drüsengewebe, so gut wie ohne Fett aufgebaut ist. Es sind auf der Mammographie kaum noch Details unterscheidbar.
Alle oben gezeigten Brusttypen sind häufig. Alle sind nicht krankhaft. Äußerlich sind sie praktisch nicht zu unterscheiden , alle Typen können sich fest oder weich anfühlen. Mit dem Alter wird der erste Typ etwas häufiger.

Für die Mammographieauswertung bestehen aber entscheidende Unterschiede:

Die "Hellen" Typen (untere Beispiele) mit dichtem weißem Erscheinungsbild zeigen viel weniger Feinheiten, hier kann ein Tumor leicht übersehen werden.


Tumorbeispiele:
(Die Bilder zeigen Ausschnitte von etwa 2 cm Durchmesser.)

Ein Beispiel für die Leistungs- fähigkeit der Mammographie. Diese winzigen hellen Punkte sind Verkalkungen, die eine im Milchgang liegende Frühform von Brustkrebs zeigen (DCIS). So etwas zeigt nur die Mammo-graphie. Nach Entfernung ist die betroffenen Frau geheilt.

Auch dieser Tumor von weniger als 1 cm Durchmesser ist gut erkennbar ("Tumorstern"). Solche Tumoren sind  leichter erkennbar, wenn die Brust - wie im Bild - sonst dunkel ist, das heißt viel Fett  enthält.

Hier ein Beispiel für einen etwas größeren Tumor, der sich ebenfalls mit charakteristischen Verkalkungen zeigt. Diese sind erkennbar, obwohl viel Drüse, wenig Fett vorhanden ist, die Brust also den ungünstigeren "hellen" Typ zeigt.


(Bildausschnitt ca. 5 cm Durchmesser)

Auf diesem Bild ist ein Brustkrebs von weniger als 1 cm Durch-messer, also gut behandelbar, versteckt. Auch für den Fachmann ist er in dem dichten hellen Drüsengewebe nicht erkennbar. Er ist nur in der anschließend durchgeführten Ultraschalluntersuchung entdeckt worden. (siehe unten)

So war das Ultraschallbild zu dem obigen Beispiel mit dem Fragezeichen. Dieser Fall zeigt, welche wichtige Ergänzung der Ultraschall in Fällen mit dichtem, auf der Mammographie unüber-sichtlichem Gewebe darstellt.
 

Zusammenfassend kann man sagen:

Die Mammographie ist ein hochleistungsfähiges Untersuchungsverfahren, speziell für das Ductale Carcinoma in Situ  (DCIS), wenn es mit charakteristischen Verkalkungen auftritt (siehe oben - erstes Tumorbeispiel).

Aber bei dichtem Drüsengewebe hat die Mammographie deutliche Schwächen.
Insgesamt rechnen wir damit, dass die Mammographie quer durch alle Altersgruppen  allerhöchstens 80-90% aller bösartigen Brusttumoren erkennt, bei jungen Frauen eher  weniger. Manche Statistiken sind insgesamt sogar noch pessimistischer.

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