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Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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<Kritik am Screeningprogramm
 

 
Die offizielle Publikation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum geplanten Mammographie-Screening, veröffentlicht als Anlage zum Deutschen Ärzteblatt, Heft 4/2004 Ausgabe A sowie auf der Webseite des Ärzteblattes als   PDF-Datei

Auszug aus der Röntgenverordnung über Herausgabepflicht von Röntgenbildern zur Weiterbehandlung
(§28 der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen vom 8.Jan 1987, zuletzt geändert durch Verordnung vom 18.Juni 2002)

Mustermerkblatt, Anlage zur neuen Screeningverordnung, Auszug aus obiger PDF-Datei als HTML-Seite

Ein vorbildliches Brustkrebs-Screening-Programm gibt es in Frankreich, eine Zusammenfassung des Prinzips (in französischer Sprache):
Recommandations destinées aux radiologues participant au programme organisé de depistage des cancers du sein  Journal de Radiologie 2003;84:1921-32

Eine Sammlung guter Übersichtsartikel zum Brustkrebsscreening findet sich im kompletten Heft 4 des Jahres 2001 der Zeitschrift Der Radiologe 2001;41: Heft 4

Die internationale Referenz zur Beurteilung von Mammographien nebst Anleitung zur Qualitätskontrolle ist BI-RADS:
American College of Radiology (ACR), Illustrated Breast Imaging Reporting and Data System Third Edition, Reston (VA) 1998, und aktuell:  Forth Edition 2003

Das ACR empfiehlt übrigens Mammographie-Screening ab 40 Jahren (englisch):
"The ACR, the ACS, the American Medical Women's Association and numerous national women's groups recommend annual mammography screenings beginning by age 40. These groups also recommend yearly clinical breast examinations starting at age 40. In February, 2002, the Department of Health and Human Services also endorsed the value of screening mammography for the women of this country. In the U.S., analysis of breast cancer incidence and mortality rates suggest that since 1980, there has been an approximate 39 percent reduction in breast cancer mortality for the average patient with invasive breast cancer". (In deutscher Übersetzung:  "Die Amerikanische Akademie für Radiologie, die Amerikanische Krebsgesellschaft, die Amerikanische Medizinische Frauenvereinigung und zahlreiche weitere nationale [USA-] Frauengruppen empfehlen jährliche Screeningmammographien ab dem 40.Lebensjahr. Diese Gesellschaften empfehlen ebenso jährliche klinische Brustuntersuchungen ab dem 40.Lebensjahr.......")

Die aktuelle deutsche Ausgabe des BI-Rads folgt der 3.amerikanischen von 1998:
Uwe Fischer im Auftrag der Deutschen Röntgengesellschaft (Hrsg.) Mammographiebefundung nach BI-Rads™, Thieme Stuttgart 2003

Der Hinweis zur Abklärungs-Rate oder Recall-Rate ist nicht in die deutsche Übersetzung aufgenommen, daher hier der
entsprechende Auszugs des Original

Aufsatz zum Verhältnis Recall-Rate und Krebsentdeckung:
Gur D, Sumkin JH, Hardesty LA et alii  Recall and Detection Rate in Screening Mammography.   Cancer. 2004;100:1590-94

Aufsatz zum Verhältnis Krebsentdeckung im Screening / anders entdeckte
(Intervall-)Krebsfälle in Holland (Tilburg):
Ernst MF, Voogd AC, Coebergh JWW, Roukema JA. Breast carcinoma diagnosis, treatment, and prognosis before and after the introduction of mass mammographic screening. Cancer. 2004; 100: 1337-1344
Weiterhin bemerkenswert in diesem Artikel ist die Beobachtung, dass am Ende des Screenings (Vollinstallation des Screening 1997-1999) im Vergleich zum Beginn (1994-1996) das Verhältnis nicht besser wird, es also nicht trainingsabhängig, sondern systembedingt ist. (1992-1993 abweichend, da am Anfang naturgemäß kaum Intervallfälle auftreten konnten)

Die Informationen zu der Lebenserwartung finden sich zum Teil auf der Web-Seite des Statistischen Bundesamtes, zum Teil in den jeweiligen Statischen Jahrbüchern, vom gleichen Amt herausgegeben.

zu den kleinen Tücken der Screening-Vorbereitung:
Sabine Hilgers Grundzüge des Mammographie-Screening  KVNo aktuell 3/2004:12-13:"...Zuvor [vor Ausschreibung der Screening-Arztplätze, A.d.V.] müssen dafür noch notwendige Änderungen auf Landesebene [NRW] abgewartet werden..."

Eine äußerst kritische Stellungnahme zum KV-Screening in Deutschland gibt die Leiterin des Mammographiezentrum der Universität Kiel, gleichzeitig Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Senologie, darin auch spannende Hintergrundinfos:
Schreer I. Mammographiescreening: Eine geeignete Strategie zur Brustkrebsfrüherkennung? Senologie 2004; 1:67
(Böse Zungen behaupten, dass Frau Prof. Dr. Schreer ihre damalige Publikation am liebsten ungeschehen machen möchte: Sie ist mittlerweile den Sirenenrufen der Screeningorganisatoren gefolgt und wird in führender Position im Screening mitmachen - es geht um eine Menge Geld.)

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