www.Mammographiescreening.org

Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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Im Merkblatt zum Mammographiescreening wird die Behauptung aufgestellt:

" Die Mammographie ist die derzeit beste Screeningmethode zur Früherkennung von Brustkrebs in der Altersgruppe der 50 bis 69-jährigen Frauen."

Ist diese Aussage richtig, und - wenn ja - was beabsichtigt sie?

Zu der Frage, ob die Aussage richtig ist, muss der Verfasser als Röntgenfacharzt passen, denn sie ist keine medizinische, sondern eine rein volkswirtschaftlich-gesundheitspolitische Aussage. Vielleicht ist sie sogar formal richtig. Bestes Screening heißt zunächst, dass das Screening mit dem geringsten Aufwand einen guten Erfolg zeigt. Es sei noch mal darauf hingewiesen, dass Screening nicht daran gemessen wird, was für die einzelne Person erreicht wird, sondern daran, was mit dem eingesetzten Aufwand (Geld) an Nutzen erreicht wird. (Bestes Screening ~ beste Kosten-Nutzen-Relation)
Ist das für die Frau, die zum Screening geht, wirklich die Aussage, die hauptsächlich interessiert, oder interessiert in Wirklichkeit nicht die Antwort auf eine andere Frage,
nämlich
Ist das Mammographiescreening für mich die beste  Vorsorge?
Die Antwort wäre für den Experten völlig anders:
In vielen Fällen würde sie lauten: Nein, sie ist nicht die beste, sie ist nicht einmal ausreichend.
Diese Aussage steht aber im ganzen Merkblatt nirgends.
Und da dies im Gegensatz zum einleitenden Zitat fehlt, kann man sich fragen: Ist es Absicht? Will man, dass die Frauen die gegebene Aussage, also "bestes Screening", so verstehen als wäre damit "beste Vorsorge für mich" gemeint?