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Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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Was ist Vorsorge in der Medizin?

Allgemein wird damit in der Medizin die Untersuchung auf versteckte, jedenfalls dem Betroffenen nicht bekannte Hinweise auf Krankheiten bezeichnet, bei Erwachsenen am bekanntesten die Krebsvorsorge, aber auch die Untersuchung auf Hypertonus (zu hohen Blutdruck) oder Diabetes (Zuckerkrankheit).

Unterschiede individuelle Vorsorge/Screening:

Man unterscheidet generell zwei Sorten von Vorsorge, zum einen die Individualvorsorge, zum anderen die Organisierte Massenvorsorge oder Screening.

Bei der Individualvorsorge ist es der Initiative des Einzelnen oder seines Beraters/Arztes überlassen, ob er/sie die Vorsorge wahrnimmt. Beispiele sind die Tastuntersuchung der Brust, die für Frauen ab dem 30.Lebensjahr  in Deutschland seit Jahren als Vorsorge von den Krankenkassen bezahlt wird, Untersuchungen auf Darmkrebs, Zuckerkrankheit  und vieles mehr.

Die Screeningspezialisten nennen diese Form der Vorsorge gern auch „wildes“, unorganisiertes oder  „opportunistisches“ Screening.

Im Screening ist das etwas anders. Dort wird eine große Gruppe, z.B. alle deutschen Frauen zwischen 50 und 71 Jahren, von Staats wegen (die Daten stammen aus den Melderegistern) zu einer Vorsorgeuntersuchung eingeladen.

Die Definition für Screening ist laut  UICC (Union international pour le Cancer): „Routinemäßige periodische Untersuchung breiter symptomloser Bevölkerungsschichten“

Ein entscheidender Unterschied besteht im Ergebnis:
Bei der
Individualvorsorge geht es um den Nutzen, das Optimale des Einzelnen
und seine Gesundheit.   Beim
Screening geht es in erster Linie um den Nutzen für das Kollektiv

(z.B. das deutsche Volk, die deutschen Krankenkassenmitglieder). Der Wert des Screening definiert sich über das Geld und nur indirekt über die besser behandelten Menschen. Typische Bewertungsmerkmale für Screening sind Kosten pro zusätzliche Lebensjahre, also ein Screening ist umso besser, je billiger es ist oder je mehr Lebensverlängerung pro eingesetztem Euro herauskommt.

Daraus erklären sich  Einschränkungen im Screening, z. B. dass man keine Frauen über 70 Jahren mehr ins Screening lässt. Bei denen lohnt es sich nicht mehr, da die Lebenserwartung sowieso schlechter ist. (in den Augen der Auftraggeber des Screening)

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