www.Mammographiescreening.org

Hinweise zum Projekt der Kassenärzlichen Bundesvereinigung Deutschland
 von Michael Venator, Bergisch Gladbach

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< Sonderfall, familiäres Risiko
 

>Kritik am Screeningprogramm
 

Nach  mehr als zehnjähriger Vorbereitungszeit war es am 1.Januar 2004 so weit.

Das von Vielen erhoffte Mammographiescreening ist seither gesetzlich vorgesehen.

Natürlich gab es mit einem Gesetz allein das Screening noch lange nicht. Der Gesetzgeber hatte beispielsweise anfangs in NRW "vergessen", die Meldegesetze so abzuwandeln, dass Daten auch zum Screening weitergeleitet werden dürfen ( nach S.Hilgers, Grundzüge des Mammographiescreenings in KVNo aktuell Heft 3/2004:S.12)

Etwa 1 Jahr, nachdem das Screening starten sollte, hat man in NRW begonnen, das Problem anzugehen, Ein Krebsregistergesetz erlaubt grundsätzlich die Übermittlung der Daten, die "Melderdatenübermittlungsverordnung" ist aber noch auf dem Stand von 1997. Dennoch wurde das Screening bereits vorher  zur Übernahme durch kassenärztliche Unternehmer ausgeschrieben.
Mittlerweile hat es tatsächlich in mehreren Bezirken begonnen.

Wie läuft das Screening ab?

Frauen, die im Melderegister geführt sind  und zwischen ca. 50 und 70 Jahre alt sind, werden alle zwei Jahre zu einer Mammographieaufnahme zur Brustkrebsvorsorge eingeladen.

Parallel dazu wird die bisherige Vorsorgeuntersuchung durch Abtasten beim Frauenarzt (ggf. Hausarzt) weiter ermöglicht. Hierzu gibt es aber keine organisierte Einladung, sondern es bleibt wie bisher der Initiative der Einzelnen überlassen.

Beides sind nach Auffassung des Verfassers wichtige und gute Schritte zur Brustkrebsvorsorge.

Besonderheit:
Die Screeningmammographie wird in isolierten Institutionen ohne Arzt gemacht werden -  in eigenen Räumen eventuell nahe bei, aber nicht in einer bestehenden Klinik oder Praxis, zum Teil auch in rollenden "Mammographiebussen".
Ein Informationsaustausch zwischen der Mammographieeinheit des Screening und einem Frauenarzt, der eine Vorsorge-Tastuntersuchung durchführt, ist nicht vorgesehen! Beides bleibt streng getrennt.
Bei der Screeningmammographie besteht grundsätzlich keine Möglichkeit der Beratung, der Information oder eines ärztlichen Gespräches
- außer später für die Frauen, bei denen etwas aufgefallen ist.
Alle Frauen bekommen ca. eine Woche nach der Aufnahme einen Brief. Darin steht (bei den meisten), dass alles in Ordnung war. Die wenigen anderen werden zu einem erneuten Termin in ein spezielles Abklärungszentrum, wo auch ein Arzt sitzt, einbestellt. Dort werden das Ergebnis erläutert und weitere Maßnahmen besprochen.

Nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, dass die vorgesehene Screening-Organisation hervorragende Eigenschaften hat. So ist eine Doppelbefundung der Bilder durch zwei speziell geschulte Ärzte mit anschließender Konsensuskonferenz bei divergenten Ergebnissen geplant. Außerdem soll es strenge Qualitätskontrollen auf allen Ebenen geben.
Allerdings gibt es Hinweise, die daran zweifeln lassen, dass es mit der Qualitätskontrolle allzu weit her sein wird: Siehe hier!

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